Flammen

 

Ich schmecke noch den süßen Schweiß. Ich gehe noch, mir ist so heiß. Meine Beine sind schrecklich schwach. Um mich herum, furchtbarer Krach. Die Augenlieder werden schwer, die dicke Luft wird immer mehr. Einzuatmen fällt mir schwer.
Ich kann nichts sehen, kann nur noch hören.

Die Außenwelt hört auf mich zu stören. Ich spüre den Rauch der aus meiner Lunge strömt. Ich merke wie die Gegenwart mich verhöhnt. Es wird immer heißer um meinen Leib. Feuer wird zu meiner Geborgenheit. Umhüllt von Flammen und schwarzem Rauch. Ich höre auf zu bangen und mit allem anderen auch.

 

Der stille Philosoph

Da sitzt der stille Philosoph. Sitzt im Mondschein, sitzt im Hof.
Mit seinem Block auf seinem Schoß. Sitzt er da in Schlosses Hof.
Er denkt viel nach, er hinterfragt. Schreibt auf was er weiß,
Bei Nacht oder Tag.

Doch heute Nacht bei Mondesschein, fiel ihm ein Gedanke ein.
Eifrig schrieb er Wörter auf, die Ideen kamen zu hauf.
Da sitzt der stille Philosoph. Sitzt im Mondschein, sitzt im Hof.
Auf einer Bank in Schlosses Hof, mit seinem Block auf seinem Schoß.
Komplett in seinem Element, in seinem Kopf,

                                                                         ein Meisterwerk.

 

 

 

Grausame Welt

Du hälst die Luft an, blickst stumm in die Runde. Zählst jede einzelne Sekunde. Du machst einen Test, hälst die Luft an und wartest bis dich wieder etwas atmen lässt.
Du starrst in die Gesichter der anderen wie benommen. Du weißt der nächste Atemzug wird nicht kommen. Er wird in Ignoranz untergehen, schon zu lange musstest du das Leid hier sehen. Bist dabei die Hoffnung aufzugeben, siehst nur noch schwarze und verkümmerte Seelen. Das bisschen Luft in deiner Lunge vergeht und nimmt all deine Hoffnung an die Menschheit mit. Zum Vergeben ist es jetzt zu spät.

Soll das wirklich alles gewesen sein? Das kurzweilige Glück, bloß ein billiger Schein? Das ist also das Leben, wonach wir und als kleines Kind immer so schrecklich sehnen? Hätte ich das geahnt, hätte ich mein Leben anders geplant. Hätte mich hier niemals nieder gelassen. Die Erde, ein Ort wo Träume verblassen. Wäre ich doch nur in meiner Traumwelt geblieben. Ich hätte über die Welt ein Buch geschrieben. Ich würde über Vergeltung schreiben und dass die Menschen weder hassen noch leiden. Unwissend hätte ich über die Schönheit geschrieben. Dass Tier und Mensch sich vereinen und lieben. Die Wälder ein Ort zum Nachdenken sind und kein Ort wo man Menschen heimlich Körperteile abtrimmt und dann vergräbt. Wo sich kein Mensch aus Verzweiflung erhängt.
Oh, du grausame Welt.
Und dann auch noch dieses verdammte Geld. Eigentlich bloß nutzlose Scheine mit hohen Wert. Es teilt uns Menschen in Gruppen auf. Die einen können sich alles leisten und andere haben nichts im Bauch. Alles kostet heut zu Tage Geld. Denn Geld regiert die Welt. Selbst wenn du krank bist, ziehen sie dir das Geld aus den Taschen. Kannst noch nicht mal husten schon zahlst du in Massen. Was bringt dir ein Leben auf dieser Welt, wenn dich selten etwas auf der Grenze hält?

Der Totengräber

Er ist alt und schon sehr zerbrechlich, seine Figur schon ziemlich schmächtig.
Sein Lebensziel besteht darin, Menschen ihre letzte Ruhe zu gönnen.
Er geht jeden Morgen an den Friedhof und hebt ein neues Grab aus.
Denn jeden Tag kämpft sich eine neue Seele aus ihrem Körper heraus. Jeden Tag packt er erneut die Schaufel
und erschafft eine neue Grube für die Ausgeburten des Teufels.
Denn dies ist kein gewöhnlicher Friedhof. Die Leichen hier werden nicht geweiht von einem Bischof.
Sie werden einfach nur gepackt und zu diesem Friedhof geschleppt.
Der alte Mann, auch bekannt als Totengräber, kümmert sich dann um die leeren, verlassenen Körper.
Er würdigt diesen grässlichen Gestalten nicht einen Blick, bis er sie dann nach viel Kraftaufwand vergräbt.
Er tut sich schwer die Leichen verschwinden zu lassen,
denn er ist schon sehr schwach und kann sie kaum noch erfassen.
Keiner hilft diesem alten Mann bei dieser mühsamen Tortur, denn diese Leichen sind ziemlich schwer.
Gefüllt mit Ignoranz, hatten nichts für Bedürftige übrig. Diese Menschen waren böse und haben schwer gesündigt.
Der Totengräber ist bekannt für seine Gräber. Sie besitzen keinen Blumenschmuck, sondern Federn. Federn der Flügel, des schwarzen Engels.
Diese dunkle Gestalt beugt sich über jedes seiner Gräber.
Sie besitzen auch keinen Stein. So ein Luxus muss nicht sein.
Das haben diese Menschen gar nicht verdient. Zu ihrer Beerdigung spielt noch nicht mal ein Lied.
Keiner interessiert sich für diese toten Ignoranten. Man findet hier nie Angehörige, die um ihre Mitmenschen trauern. Dieser Friedhof ist ein verlassener Ort. Er schreit nur so nach Trauer und Tot.
Die einzige Menschenseele die hier ihre Runden zieht, das ist der Totengräber selbst.
Er wirkt apathisch und leicht gestört. Vielleicht liegt es an den Stimmen die er aus
der Erde hört. Die Ignoranten schreien leise nach Aufmerksamkeit.
Doch sie bekommen bloß Dreck auf ihren Leib!

 

 

 

 

 

 

 

Weg in den Himmel

Du kannst den Himmel nicht mehr sehen, deine Augen, voller Tränen.
Es geht bergab, ich kann es spüren.
Hör auf mich, ich kann dich führen.
Nimm meine Hand, ich führe dich fort,
An einen dir verbotenen Ort. Deine Mutter sagte immer: "Es ist noch zu früh, geh' nicht diesen Weg",
Aber du siehst doch selbst, es ist bereits zu spät.
Doch du wirst sehn, du findest Freunde geschwind.
Sieh' in den Spiegel, wie glücklich wir zusammen sind. Und nun spreize die Flügel,
Die ich dir eben gegeben.
Fliegen ist so leicht, hab' Vertrauen in meinen Segen.
Lass' deinen leeren Körper einfach zurück. Es ist nur noch ein kleines Stück.
Gleich bist du in einer neuen Welt.
Ich bin sicher, dass es dir dort gut gefällt.
Hab' Geduld, deine Schmerzen werden gehen.
Sieh' einfach nicht zurück und du wirst schnell das Schöne sehen.
Freu dich auf den Himmel, mein Schatz.
Denn dort oben gibt es keine Angst.
Dort oben gibt es keinen Schmerz und kein Leid.
Gleich, ja gleich ist es soweit.
Nun schließ' deine Augen und lass' dich fallen. Ich werde dich mit Sicherheit fangen.
In wenigen Sekunden ist deine Erlösung da.
Warts nur ab, es wird wunderbar.
Hab' keine Angst vor dem Tod, mein Schatz. Jetzt ist es soweit, hier ist dein neuer Platz!

 

 

 

 


 

Herbst

Das Geräusch bei jedem Schritt, wenn man auf tote Blätter tritt.
Man hört, dass der Winter immer näher rückt.
Nun kommt auch die Zeit, in der jeder Baum sein Eigen mit dem Boden teilt. Die Zeit, in der jeder Mensch den Kopf neigt und der Tod seine wahre Pracht zeigt.
Alle denkend durch Waldwege schlendern,
und Pflanzen sich langsam beginnen zu verändern.
Es deprimiert einen immer wieder,
Zu sehen wie prächtige Pflanzen verwelken, wie Rosen und Flieder.
Der Boden ist mit Laub bedeckt. Hier und da ein Tier was sich versteckt.

Der erste kalte Regen bedeckt frische Gräber.
Das Wasser sickert in eine andere Ära.
Alte und neue Leichen, werden feucht und beginnen aufzuweichen.
Knochen saugen sich mit Wasser an, der modrige Duft lockt Maden ran.
Kein Mensch wird mehr sein wie er war, wartet nur bis er kommt, der kalte Winter.
Er wird die Natur noch mehr verändern,
Dann wird keine Menschenseele mehr durch Waldwege schlendern.
Keiner wird mehr glücklich sein, der Wald steht da, so ganz allein.
Wo ist bloß der Sonnenschein? Wo ist die Pracht? Die Kälte hat Eis aus dem Wasser gemacht. Der erste Schnee auf den Gräbern verrät,
Für eine Rettung ist es nun zu spät. Der Boden ist zu hart um eine Schaufel zu nehmen
Und einfach den Tod zu übersehen. Nun müssen wir Menschen uns doch immer wieder eingestehen, für den Tod sind wir einfach zu souverän.

 

 

 

 

 

Ich morde nicht!

Aber Mutter, ich morde nicht!
Das was du da hörst, ist bloß ein Gerücht.
Die Leute erzählen sich viel, prahlen rum mit Dingen,
Die sie gar nicht gesehen.
Vertrau' mir, warum glaubst du ihnen?
Und drückst mich jetzt hier an den Kamin.
Es brennt so sehr, Mama. Es tut weh!
Es ist heiß!
Hör auf mit diesem kranken Scheiss!
Ich habe Papa nicht umgebracht.
Ich war nicht mal zuhause, in jener Nacht. Verdammt, ich kannte diese Leute nicht einmal!
Ihr Mörder war wer anderer!
Ja, in unserem Keller wurden sie gefunden.
Trotzdem hab ich nichts zutun mit ihren Wunden!
Ich war das nicht, bitte hör mir zu! Ich habe damit nichts zutun!
Mama, meine Haare brennen schon! Hör auf, bitte! Ich flehe dich an!
Ich hab' das nicht getan! Au, es brennt! Es ist so hell! Mama, warum?
Ich kann dich kaum noch verstehen! Ist das das Ende? Werde ich bald gehen?

Oh, ich werde so schwach ich breche zusammen, ins lodernde Feuer, mein Ende ist nah.
Und das verdanke ich nur dir, dem Menschen der mich zur Welt gebracht, auf mich aufgepasst hat, bei Tag und bei Nacht.
Du warst immer für mich da, doch nun wirst du zu meinem Mörder.
Ich sag es dir ein letztes mal, diese Menschen waren undankbar.
Ich kenne den Grund nicht, warum sie starben.
Ich war nicht der, der ihnen gab diese grässlichen Narben.
Mama, den Rest kannst du dir ja denken, ich werde dir meine letzten Minuten schenken.
Mir wird schwindelig, mir ist heiß. Von meiner Stirn tropft nun der Schweiß.
Bin schon zu lange und nahe am Feuer, meine Haare verbrannt und meine Kleider waren teuer.

Meine Gedanken sind nur noch blass, die Kraft zum reden verschwindet ganz sanft.
Alles um mich rum, wirkt leer, aber warm. Mama, nimmst du mich ein letztes mal in den Arm?

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Mond

Sieh' nach draußen und erblicke den Mond.
Er scheint so hell, du weinst und sehnst dich nach dem Tod.
Du denkst alles ist verloren und willst einfach nur noch sterben.
Übersiehst die Menschen, die dir helfen wollen auf Erden.
Die Liebe ist entscheident, ob du nun bleibst oder nicht.
Du hast ihm vertraut, diesem Arschgesicht!
Vetrau' niemanden merk dir das!
Sonst bist du irgendwann voller Hass!
Und nun lauf schnell, schnell in den Wald.
Dort wartet jemand auf dich, keine Sorge, bald ist dir nicht mehr kalt.
Bald bist du frei von all' dem Schmerz
Du musst die Klinge nur nah genug ran lassen
..
                                                                             ..an dein Herz!

 

 

 

Die Sonne

 

Die Sonne scheint am Himmelszelt.
So wunderschön und strahlend hell.
Trotz der Wolken, die den Himmel grau erscheinen lassen,
Setzt sie sich durch und lässt sie erblassen.

 

 

 

 

 

Happy Halloween

 

Hexen, Geister, Zombies und Vampire
Spielen in dieser Nacht vor meiner Türe
Sind sie denn kein bisschen müde?
Ich trau mich nicht hinauszuschauen
habe Angst in ihre Gesichter zu schauen
Ihre wahre Gestalt kann man heute nicht erkennen
sie fluchen laut und lassen Fackeln brennen
In dieser Nacht wollen sie jemand anderer sein
Verstecken sich hinter Figuren, bestehend aus Trug und Schein
Fabelwesen aus ihrer Fantasie
Gehen um und verbreiten Blasphemie
Sie schreien laut und toben rum
Ich bekomme Angst und hoffe diese Nacht ist bald um
Ich blicke aus dem Fenster plötzlich ist alles stumm
Wo sind die Gestalten hin?
Und ich höre den letzten Satz
Happy Halloween!

 

 

 

 

 

 

 

 

Werd' erwachsen!

 

Heute stand ich wieder vor deiner Tür.
Ich schaute stumm und blickte verwirrt.
Sonst brannte immer Licht aus deinem Fenster.
Doch heute war es leise und finster.
Ich ging eine kleine Runde ums Haus,
Plötzlich ging ein Lichtlein aus.
Hatten sie bemerkt das jemand beobachtete was passiert ?
Und an den Veränderungen war interessiert ?
Ich brauche dich doch, warum bist du jetzt nicht da ?
Vor einer Woche war doch alles noch so wunderbar.
Plötzlich höre ich sie schreien "Hau' ab du Teufelskind! Verschwinde von hier!"
Ich laufe geschwind, doch ich will zu dir.
Ich bleibe stehen und schaue mich um.
Doch ist niemand zu sehen, es ist noch immer stumm.
Was für Stimmen habe ich gehört ?
Wer schreit und spricht zu mir so empört ?!
Spielt mir mein Gehör einen Streich ?
Oder ist es die Angst, die langsam kriecht in mein Fleisch.
Ich will wieder zu deinem Fenster.
Das letzte Mal war es dort nicht finster.
Beim letzten mal warst du noch da und warfst einen verwirrten Blick zu mir herunter.
Du wusstest nicht was ich mit dem Messer wollte.
Normalerweise machen sowas nur gestörte Leute.
Sehe ich aus als wäre ich gestört ?
Nur weil ich dich liebe und du nun einer anderen gehörst ?
Nein!
Ich wollte nicht das mir meine Hand auskommt,
An jenem Abend wo du dich aus Furcht unter deinem Bett verkrochst.
Als das Blut dann unter der Türschwelle deine Eltern erreichte,
War keine Spur mehr von deiner Leiche.
Ich schleifte sie im Garten hinter mir her.
Du warst nicht wirklich sonderlich schwer.
Ich nahm die Schaufel und schlug auf dich ein.
Es machte mir Spaß und ich fühlte mich frei.

Nun konntest auch du meine Schmerzen spühren.
Und dann vergrub ich sie mit dir.


Du liegst nun im Garten unter meiner Weide.

Weinst leise
Doch ich höre dich nicht.
Denn mein Lachen übertönt dein jämmerliches Gekrächz.
Werd' Erwachsen und sei' endlich ein Mann!

Damit ich dich bald wieder ausbetten kann.

 

 

 

 

 

Es zieht, mach bitte das Fenster zu. Du hast es weit geöffnet und das lässt mir keine Ruh.
Pass auf, dass du mir ja nicht hinunter fällst.
Der Weg nach unten ist weit, die Straße von hier oben weit entfernt.

 

Tränen zeichnen sich in deinem Gesicht. Geht es dir gut oder geht es dir schlecht?
Sitzt nur da und bewegst dich kaum.

Es ist still in diesem Raum. Die Tränen sind das einzige was man an dir bemerkt.
Kann es sein, dass du dich gegen mich stellst?
Warum nimmst du meine Hilfe nicht mehr an? Wer hat dir das angetan?
Du hast vor langer Zeit aufgegeben, in der Zeitspanne mit dem Titel: dein Leben!
Hast schon so viele Tränen vergossen, für viele Menschen die dich so hassen.
Die dich verarschen und anschreien. Willst du dich nicht mal gegen diese Typen aufbäumen?
Willst du denn gar nichts mehr unternehmen? Hast du so große Angst unter zugehen?
Aber glaube mir Junge, das bist du schon längst.
Hast es nur noch nicht bemerkt, weil du immer allein rumhängst. Spätestens letztes Jahr hätte es dir klar sein müssen, als diese Penner deine Schulsachen zerrissen
und dich zusammengeschlagen haben.
Du konntest dieses Leid nicht mehr ertragen. Warum musstest du all die Jahre diesen Schmerz ertragen?
Du hast so viel geweint ich traute mich schon gar nicht mehr nach zufragen.
Und nun stehst du da und willst springen. Beugst dich weit nach vorn und fängst an zu denken.
Hast vergessen wie es geht dein Leben zu lenken.
Und du nimmst ja keine Hilfe mehr an. Ich weiß nicht, wie ich dir sonst noch helfen kann.
Du beugst dich immer tiefer in den Tod hinein.
Die Autos da unten wirken so klein.
Rasen wie deine Gedanken an deinem Leben vorbei.

 

Jetzt lässt du los und ich bemerke es zu spät. Es tut mir leid, ich war etwas abgelenkt.
Das letzte was ich noch von dir höre ist ein leiser Schrei. Nun ist dein Leben vorbei.

 


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